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Repertorium der Psora

EPUBPSORA

ISBN: 978-3-929271-63-8
nach Samuel Hahnemann
Bernhard Bloesy (Hrsg.)

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Repertorium der Psora

nach Samuel Hahnemann
Bernhard Bloesy (Hrsg.)

(eBook PDF Ausgabe 2018 der erfolgreichen Buchausgabe)

Samuel Hahnemann hat im Band 1 der Chronischen Krankheiten eine Symptomenliste der Psora hinterlassen. Diese Symptomenliste wird vom Herausgeber mit den entsprechenden Symptomen im Synthesis verknüpft und das Originalsymptom Hahnemanns mit vollständigem Text und Fundstellenangabe zitiert. Die Arzneimittelwahl kann so erstmals einfach Hahnemanns Forderung entsprechend durchgeführt werden.

Nach der Fallaufnahme repertorisiert man wie gewohnt als erstes im Psora-Repertorium nach Hahnemann. Hier sind nur die Symptome zu finden, die laut Hahnemann aus reiner, mit Syphilis oder Sykosis unvermischter Psora entspringen.

Der Homöopath kann durch Vergleich die im identischen Synthesis Wortlaut vorliegenden Psora-Symptome in der Repertorisation des Patienten erkennen und bearbeiten; sei es, dass er nur die Antipsorica Hahnemanns zur Arzneiwahl heranzieht oder alle in den Rubriken angegebenen Arzneien berücksichtigt.

Gerade das erste Verfahren führt zu überraschenden Arzneimitteln und erstaunlichen Wirkungen beim Patienten.

Im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen über Miasmen wurden ausschließlich und überprüfbar die Angaben der Primärquelle verwendet; somit wurde jede Veränderung der Auffassung Hahnemanns vermieden.

Auszug aus dem Vorwort von Bernhard Bloesy

Wir alle erleben es immer wieder in unserer Praxis: In einigen Fällen hilft die Homöopathie dem Patienten wundergleich, in anderen Fällen, sogar solchen, die sehr klar, sogar einfach erscheinen, versagt die Kunst vollständig.

Das chronische Siechthum ließ sich durch alles dieß im Grunde nur wenig in seinem Fortgange vom homöopathischen Arzte aufhalten und verschlimmerte sich dennoch von Jahre zu Jahre.

Dieß war und blieb der schnellere oder langsamere Vorgang solcher Kuren aller unvenerischen, beträchtlichen, chronischen Krankheiten, selbst wenn sie genau nach den Lehren der bis hierher bekannten homöopathischen Kunst geführt zu werden schienen.Ihr Anfang war erfreulich, die Fortsetzung minder günstig, der Ausgang hoffnungslos.“(Samuel Hahnemann, Die chronischen Krankheiten, ihre eigentümliche Natur und homöopathische Heilung, Dresden und Leipzig 1835, Band 1, S. 4; 5, Exemplar aus dem Besitz des Hahnemann Instituts.)

Hahnemann suchte nun eine praktische Lösung des Problems:

„Den Grund also auszufinden, warum alle die von der Homöopathie gekannten Arzneien keine wahre Heilung in gedachten Krankheiten bringen und eine, wo möglich richtigere und richtige Einsicht in die wahre Beschaffenheit jener Tausende von ungeheilt bleibenden - bei der unumstößlichen Wahrheit des homöopathischen Heilgesetzes, dennoch ungeheilt bleibenden - chronischen Krankheiten gewinnen konnten, diese höchst ernste Aufgabe beschäftigte mich seit den Jahren 1816, 1817 bei Tag und Nacht und, siehe! der Geber alles Guten ließ mich allmählig in diesem Zeitraume durch unablässiges Nachdenken, unermüdete Forschungen, treue Beobachtungen und die genauesten Versuche das erhabene Räthsel zum Wohle der Menschheit lösen.“ (ebd. S. 6)

Die Schlußfolgerung Hahnemanns ist verblüffend schlicht:

„Ich gebe zu, daß die Lehre: ‘alle langwierigen (unvenerischen), weder bei geregelter Lebensordnung, noch bei äußern günstigen Umständen von der Lebenskraft vertilgbaren, mit den Jahren sogar zunehmenden, chronischen Krankheiten sind psorischen Ursprungs,’ für alle, welche meine Gründe nicht reiflich erwogen, [...] allzu groß, ja übermannend ist.“ (ebd. S. 99, Fußnote **)

„Nur zwei Fälle sind mir in meiner Praxis von dreifacher Komplikation der drei chronischen Miasmen, der Feigwarzen-Krankheit mit venerischem Schanker-Miasm und zugleich mit entwickelter Psora zu behandeln vorgekommen, welche nach gleichen Grundsätzen geheilt wurden, nämlich daß zuerst auf die Psora gewirkt ward, dann auf das unter den andern beiden chronischen Miasmen, dessen Symptome zu der Zeit am meisten hervorragten, dann auf das zweite noch übrige. Nochmals mußte dann der Rest der noch vorhandenen, psorischen Symptome mit den ihnen angemessenen Arzneien bekämpft und dann erst vollends, was noch von Sykosis oder Syphilis übrig war, mit den jeder zugehörigen, oben angeführten Arzneien ausgetilgt werden.“ (ebd. S. 117-118)

Im Gegensatz zur Zeit der Veröffentlichung der Chronischen Krankheiten besitzen die Miasmen der Sykosis und Syphilis große Bedeutung. Somit sollte man in Erwägung ziehen, der Anweisung des zuletzt zitierten Absatzes sinngemäß entsprechend, das am stärksten hervortretende Miasma zuerst zu behandeln.

Ansonsten wird der erste Schritt sein, die Symptome der Psora des Patienten zu nehmen und allein auf diese die Erstverschreibung zu gründen. Beschränkt man sich dann auch noch auf Hahnemanns Antipsorika, das heißt diejenigen Mittel, die in den Bänden der Chronischen Krankheiten aufgezählt sind, wird die Mittelwahl häufig deutlich anders ausfallen, als ohne Hahnemanns Psoratechnik.

Um die beim Patienten vorliegenden Symptome möglichst eindeutig klassifizieren zu können, greift man auf zwei Symptomenlisten von Hahnemann aus dem Band 1 der Chronischen Krankheiten zurück; eine für die nicht vollständig entwickelte Psora (Präpsora) und eine zweite für die vollständig ausgeprägte Psora. Im Unterschied zum Organon V muß zur Symptomenwahl in der Behandlung der chronischen, nicht venerischen Krankheit die lebenslange Symptomatik des Patienten verwendet werden, um aus ihr die Symptome der Psora auszusondern und auf diese allein eine Arznei der Klasse der Antipsorika zu wählen.

Was denn die Psora sei, ist unwichtig, wenn die Praxis der Mittelwahl nach den oben angedeuteten Grundsätzen zu besseren Behandlungsergebnissen führt: Ein Baugerüst wird immer nach der Errichtung des Hauses entfernt und nicht mit dem Haus selbst verwechselt

Bislang mußte man, um Symptome der Psora- bzw. Präpsora identifizieren zu können, jeweils in den genannten Listen im ersten Band der Chronischen Krankheiten nachschlagen. Um diesem zeitaufwendigen Übel ein Ende zu setzen, wurden alle von Hahnemann genannten Symptome entsprechenden Repertoriumsrubriken zugeordnet.

Das Ergebnis dieser Arbeit haben Sie hier vor sich liegen: Ein Psora-Repertorium, in dem Sie - wie in jedem anderen Repertorium - Symptome in bewährter Technik schnell nachschlagen können. Bei jedem einzelnen Symptom wurde dabei der Originaltext Hahnemanns eingefügt.

Das vollständige Vorwort finden Sie  im eBook und auch in der Leseprobe Leseprobe downloaden